Einfach ein Video erstellen

Für eine moderne Vermarktung unseres Angebots bedarf es passender Videos. Gute Texte alleine reichen nicht mehr aus. Mithilfe von Videos kannst du deine Lösung besser veranschaulichen und gewinnst schneller das Vertrauen des Kunden. Wenn du dabei auch (zumindest teilweise) ein Livebild einblendest, dann hilft das dem Betrachter, noch flinker Vertrauen in dein Tun zu gewinnen.

Anspruchsvoll oder schnell?

Meiner Erfahrung nach muss nicht alles perfekt sein. Wichtig ist es, überhaupt mit dem Erstellen von Videos durchzustarten. Vorneweg: Ich bin kein Videoprofi, Webinare sind meins. Aber einige Themen sind mit einem Video viel schneller zu veranschaulichen und der Betrachter hat auch gleichen einen Eindruck zu mir. Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten, Videos zu produzieren. Ich habe mehrere Varianten ausprobiert:

Snagit: Schnellste Variante für Spontane

In nur 5 Minuten habe ich mithilfe von Snagit ein Video im MP4-Format erstellt. Mit Snagit kannst du ganz spontan ein Video filmen oder einen Screenshot machen. Es eignet sich gut für kleinere Bildschirmausschnitte und zum schnellen Veranschaulichen. Außerdem ist ein kurzes Video schneller erstellt als mühsam zu beschreiben, wo dein Kunde etwas findet oder anklicken muss. In der neuesten Version ist es möglich, das Video zu schneiden und für mehr Effekte ist eine Weiterbearbeitung des Videos in Camtasia Studio möglich. Eine kostenfreie Variante aus dem gleichen Haus Techsmith ist Jing. Damit kann man Videos bis zu 5 Minuten erstellen und auf Screencast hochladen (Tipp von Claudia Kauscheder).

Pamela: Schnelle Variante mit Webcam

Auch ratz-fatz hatte ich dieses Video mithilfe von Pamela Professionell (gibt es auch als kostenlose Variante) produziert. Schneiden kannst du das Video mit dem Windows Movie Maker:

Anspruchsvolle Variante

Mehr Zeit investierst du in diese Variante mit Camtasia Studio (für Windows und Mac, 30 Tage Testversion zum Ausprobieren). Du hast viele Möglichkeiten, dein Video professionell aussehen zu lassen: Titelbilder, Überblendungen, Musikclips, Callouts:

Die Qualität und die technischen Raffinessen der beiden Filme sind völlig unterschiedlich. Welche Ansprüche hast du und was gefällt dir besser, wenn du den Zeitaufwand und das Ergebnis betrachtest?

Praktische Tipps zum Videostart

Einiges habe ich länger gesucht und da es dir auch so gehen könnte, ein paar Zeitspartipps. Pamela und Camtasia kannst du zunächst kostenfrei ausprobieren. Bei Pamela gibt es auch eine Gratisversion, mit der du Videos machen kannst, allerdings zeitlich limitiert auf fünf Minuten. Für Pamela nutzt du dann zur Bearbeitung das kostenfreie Tool Windows Movie Maker und hier ist vor allem wichtig, dass du Startpunkt und Endpunkt für den Film festlegst. Diese Funktionen findest du unter Bearbeiten. Alles andere ist einfach und intuitiv zu bedienen.

Windows Movie Maker

Bei Camtasia empfehle ich dir vor dem Losstarten einen ersten Blick in die Tutorial-Reihe. Die Kurzvideos sind gut gemacht und veranschaulichen dir, wie du Camtasia bedienst. Die Tutorials solltest du dir unbedingt anschauen, am besten, was du gerade brauchst. Das ist am effektivsten.

Tipp: Beim Produzieren des Videos klickst du auf Benutzerdefinierte Produktionseinstellungen und dann auf die Empfehlung MP4/Flash. Damit verhinderst du, dass der Film gleich veröffentlicht wird. Veröffentlichen kannst du später immer noch.

Schaue dir das Tutorial 03 Aufnahmen speichern und verwalten an, damit du die Dateiformate verstehst. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, hier durchzublicken.

Wer Camtasia Studio von Grund auf lernen möchte, kann beim Camtasia-Seminar von Acel Becker das Rüstzeug erlernen.

Spuren: Das A & O beim Video erstellen

Bei der Aufnahme von einem professionellen Video brauchst du mehrere Spuren:

  • Aufnahme Bildschirm
  • Aufnahme Kamera
  • Aufnahme Ton
  • plus später eine Spur für die Musik
  • und eine weitere Spur für visuelle Effekte wie Pfeile etc.

Durch die getrennte Abspeicherung in Spuren kannst du alles später wieder nutzen und bearbeiten. Wenn du Webinaraufzeichnungen als Stream hast, kannst du diese auch mit Camtasia ins Videoformat packen, indem du den Bildschirm mit Systemton filmst. So, das sind die wichtigsten Tipps, um loszulegen. Mit was erstellst du am liebsten Videos? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. liebe sabine,
    vielen dank für diese infos…
    sehr wertvoll u inspirierend 🙂
    hochinteressant sind die unterschiede b ergebnis…
    bitte informiere mich doch b weiteren tipps zu diesem thema…
    vielen dank
    esther

    • Hallo Sabine,
      jetzt schaffe ich es endlich meinen Kommentar zu hinterlassen.
      Videos sind wirklich ein großes Thema.
      In den letzten zwanzig Jahren hat sich hier einiges getan und es ist spannend zu verfolgen mit welchen Techniken Videos erstellt werden. Da hat jeder seine Favoriten, dass ist sogar im professionellen Bereich bei Cuttern (Fernsehen, Imagefilmproduktionen etc.) der Fall.
      Video ist nicht gleich Video und es bleibt auch immer die Frage, welchen Zweck verfolge ich mit meinem Video. Meine Erfahrung ist dabei, die Technik ändert sich, das Knowhow (Kameraperspektive und Schnittgestaltung) bleibt. Auf meinem Blog publiziere ich zum Thema Video immer wieder.

      Es bleibt spannend und ich persönlich freue mich, dass so viele die vorher sich nicht damit befasst haben anfangen sich für das Thema zu interessieren. Filme und Videos machen ist einfach schön und macht Spaß, mich macht es sogar glücklich 🙂

      Herzliche Grüße
      Georgina Blumert

      • Hallo Georgina,

        die Bandbreite von kurz etwas zeigen bis zu richtig professionellen Videos ist riesig. Als Expertin für professionelle Videos hat mich in deinem Webinar am meisten beeindruckt, wie du aufzeigst, was professionelles Filmen ausmacht und wie man mit verschiedenen Perspektiven völlig andere Eindrücke schaffen kann.

        Danke fürs Kommentieren.

        Viele Grüße von Sabine

  2. Du hattest mir im Coaching Snagit schon empfohlen, aber dass man damit auch Videos machen kann, war mir nicht bewusst. Danke für den Tipp!

    Ja, wir sind uns einig: Gute Texte werden durch Videos lebendig.

    Leider gibt es immer noch viele Leute, die nicht verstanden haben, wie sie ihre Videos interessant machen. Selbst viele Profis verstehen das nicht.

    Bekannte von mir haben mal 10.000 € für ein Image-Video ausgegeben, das nicht einen neuen Kunden gabracht hat.

    Dabei kann man mit guten Drehbüchern potenzielle Klienten so gut überzeugen!

  3. Toller Artikel, aber mit Snagit kann man nur Teile aus dem Video herausschneiden und sonst nichts weiter bearbeiten. Das reicht meist nicht. Anmerkung: .camrec ist das alte Aufnahmeformat von Camtasia. Das aktuelle heißt .trec und ist plattformunabhängig, also zwischen Mac und PC austauschbar. Und wer Camtasia Studio von Grund auf lernen möchte, kommt einfach am 19./20. Oktober zu mir ins Seminar nach Fulda! Infos gibt es auf meiner Webseite camtasia-training.de
    Gruß
    Axel

    • Gerne Corinna. Videos sind echt eine klasse Sache und bringen auch richtig Traffic auf die Seite. Häufig mache ich auch in Kundenberatungen Videos, damit der Kunde nichts notieren muss. Das wird als super Mehrwert empfunden.

      Also: Unbedingt ausprobieren.

      Viele Grüße von Sabine

  4. Hallo Sabine, eine relativ preiswerte Camtasia-Alternative ist die Movavi Video Suite. Das Programm ist ein ziemlicher Camtasia-Clone (ohne die Powerpoint-Integration) und nicht ganz so vielen Möglichkeiten. Kleiner Tipp: Nachdem das Programm in den Warenkorb gelegt wurde, einfach mal mit der Maus in Richtung Tabs im Browser nach oben fahren, wundern und freuen (meist gibt es ein Pop Up mit einer deutlichen Preisreduktion …)
    Beste Grüße
    Birgit

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