Erfolgreicher bloggen und deine Blogleser begeistern

Du möchtest gerne erfolgreicher bloggen? Dann finde mehr über deine Blogleser heraus, um deinen Blogartikeln mehr Mehrwert zu geben. Wünschst du dir von deinen Bloglesern konkrete Ideen für die nächsten Blogartikel? Vielleicht ist die Resonanz auf deinen Blog noch zu bescheiden und du wünschst dir, dass dein Blog endlich lebendig wird und richtig Wellen schlägt?

Blogerfolg analysieren und Blogleser befragen

Sind es Frauen oder Männer, die deinen Blog lesen? Welche Kenntnisse und Erfahrungen bringen deine Leser mit? Wenn du zu diese beiden Fragen konkrete Infos hast, dann stocherst du schon weniger im Nebel, wenn es darum geht, für deinen nächsten Blogartikel ein passendes Beitragsbild zur Zielgruppe zu wählen bzw. zu entscheiden, wo du den Leser abholst. Es gibt zwei Möglichkeiten, mehr über deine Blogleser zu erfahren.

A. Du kannst den Erfolg deiner Blogartikel analysieren.

Eine Analyse hilft dir, einen Überblick zu gewinnen, was erfolgreich und was weniger erfolgreich ist. Dies klappt manuell, wenn dein Blog überschaubar ist, aber schneller geht es mit einem Plugin, der dir zeigt,

  • welche Blogbeiträge am meisten gelesen wurden,
  • welche am meisten geteilt wurden,
  • welche die meisten „Gefällt mir“ bekamen und auch,
  • welche am häufigsten kommentiert wurden.

Michaela Steidl hat dafür auf meinem Blog das Plugin WordPress Popular Posts installiert, welches nach den erfolgreichsten Blogartikel nach Kommentaren, Ansichten bzw. Aufrufen pro Tag sortiert. Katharina Lewald analysiert den Erfolg ihrer Blogartikel gerne mit Google Analytics und empfiehlt für den schnellen Check Quicksprout, ein Tool, mit dem du mit wenigen Klicks siehst, wie häufig deine Blogbeiträge geteilt wurden.

Wenn du bei den vier Kategorien jeweils die fünf besten Blogartikel anschaust und sorgsam die Kommentare liest, bekommst du bereits Ideen für weitere Blogartikel-Themen, die deine Leser begeistern könnten, denn in den Kommentaren tauchen gerne Fragen auf, die nach Vertiefung, Ergänzung oder einer Fortsetzung rufen wie: „Mit was hast du das erstellt?“, „Auf was muss ich außerdem noch achten?“ oder „Wo gibt es mehr Infos zu xyz?“. Vielleicht ist das schon genug für dich, aber wenn  du ganz gezielt Informationen abrufen magst, dann kommt die zweite Möglichkeit ins Spiel:

B. Du kannst deine Blogleser online befragen.

Mit einer Blogleser-Umfrage erfährst du mehr als bei einer Analyse, denn du bestimmst, was du wissen möchtest. Wozu möchtest du konkretes Feedback? Hier mal ein paar Fragen, deren Antworten dich brennend interessieren könnten, mir geht es jedenfalls so:

  • Wie nützlich ist der Blog für den Blogleser? Und was genau ist am nützlichsten?
  • Wie gut findet sich der Leser zurecht? Findet er, was er finden möchte?
  • Als Experte für was genau wirst du wahrgenommen?
  • Welche Kenntnisse und Erfahrungen bringt dein Blogleser mit?
  • Wie gefällt ihm dein Blog? Was konkret gefällt dem Leser gut? Was kann besser werden (Aufteilung, Schriften, Bilder, Ladegeschwindigkeit usw.)?
  • Wenn du mit mehreren Formaten spielst (Texte, Videos, Audios): Was wird bevorzugt? Was darf mehr werden?

Von der Idee zum Fragebogen

Du hast gesammelt, was du gerne von deinen Bloglesern erfahren möchtest? Jetzt geht es darum, deine Fragen in einen Fragebogen zu packen, und zwar so, dass sie funktionieren. Das ist leichter als gedacht, denn die modernen Umfragetools wie Survey Monkey geben dir einen Rahmen, um dich besser zurechtzufinden. Was mir bei Survey Monkey gut gefällt und warum ich es gerne empfehle: Du kannst das Tool bis zu 10 Fragen pro Umfrage und bis zu 100 Beantwortungen pro Umfrage kostenfrei nutzen. Das ist für den Anfang und für ein aussagekräftiges Ergebnis ausreichend.

Die drei wichtigsten Frageformen für deine Blogumfrage

Zehn Fragen sind überschaubar. Damit kannst du dich getrost auf drei Frageformen konzentrieren, mit denen du alles abfragen kannst.

  1. Multiple Choice Fragen: Du gibst die Antworten zum Ankreuzen vor (eine oder mehrere Antworten sind möglich). Das eignet sich prima für die Frage nach der Erfahrung beispielsweise wenn dein Blogthema Online-Marketing ist:
    survey_monkey_frage1
  2. Matrix / Bewertungsskala: Diese komplexere Abfrage hilft dir, Informationen zu skalieren, da du zwei Komponenten gleichzeitig abfragen kannst wie hier beispielsweise die Suche kombiniert mit der Nutzungshäufigkeit:survey_monkey_frage2
  3. Kommentarfelder: Hier können Befragte ihre Wünsche, Gedanken und Ideen frei notieren. survey_monkey_frage3

In diesem Video stelle ich dir Survey Monkey und die wichtigsten Frageformen kurz vor:

Fragebogen in drei Bereiche untergliedern

Wohin welche Frage? Die Länge des Fragebogens und die Anordnung der Fragen spielen eine große Rolle, dass sich deine Blogleser an der Umfrage beteiligen. Mache es deinen Bloglesern so leicht wie möglich. Dafür unterteilen wir wieder in drei Bereiche:

  1. Eisbrecherfragen für einen leichten Start: Diese Fragen müssen wirklich einfach sein, so dass der Befragte ohne zu zögern ankreuzen kann. Das kann beispielsweise eine eigene Einschätzung sein wie oben (1.) das Einstufen der eigenen Kenntnisse in Anfänger, Mittelstufe, Fortgeschritten bzw. Profi. Die beste Frageform für Eisbrecherfragen ist Multiple Choice.
  2. Hauptteil: Dieser darf etwas komplexer sein und dieser Teil beinhaltet die meisten Fragen. Achte auf einen ein sinnvollen Ablauf z. B. von der Vogelperspektive zum Detail. Dazu ein Beispiel:
    Vogelperspektive: Wie gefällt dir der Blog insgesamt?
    Detailperspektive: Was davon gefällt dir besonders gut? Übersichtlichkeit, ansprechendes Layout, Länge der Blogartikel etc.
    Achte auch darauf, die Frageformen zu mischen, um den Fragebogen lebendig zu gestalten.
  3. Statistikteil immer zum Schluss: Hier passen Abfragen nach dem Geschlecht, Alter, Unternehmensgröße, Branche etc. rein.

Bei insgesamt 10 Fragen empfiehlt sich folgende Aufteilung: Zwei Eisbrecherfragen und max. drei Statistikfragen, damit für den Hauptteil noch genügend Platz ist.

Quintessenz

Eine Befragung ist die schnellste und beste Möglichkeit, deinen Blog zu optimieren und mehr über deine Blogleser zu erfahren. Damit du auf der sicheren Seite bist, die passenden Fragen zu stellen und ein Gefühl dafür bekommst, was eine gute Umfrage ausmacht, habe ich einen Selbstlernkurs Blog optimieren entwickelt, indem du ganz bequem Fragen auswählen und an dein Thema anpassen kannst. Außerdem gibt es eine Anleitung zu SurveyMonkey, das Online-Umfrage-Tool, das ich gerne verwende.

Welche Erfahrungen hast du bereits mit Umfragen zu deinem Blog gesammelt? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Schritt-für-Schritt deine erste Umfrage erstellen

 

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke, liebe Sabine, für den knackigen Überblick und die Anwendung von Survey Monkey. Mir persönlich machen Umfragen immer sehr viel Spass (wenn sie gut gemacht sind) und ich bin daher ein leichtes „Opfer“, wenn man mich zum Mitmachen auffordert ;-).
    Als regelmäßige Leserin deines Blogs hab ich immer schon gedacht, dass du aus deiner Marktforscherinnen-Zeit noch mehr einbringen könntest. Toll, dass du das jetzt machst. Danke!
    Frage: Ich habe (noch) keinen Blog. Werde aber wohl einen starten und wüsste gern, welche Menschen sich für mein Thema (Leichte Sprache) interessieren könnten, denn das Thema ist noch eher unbekannt. D. h. ich trage dazu bei, dass es bekannter wird. Und welche Unter-Themen sind für den Leser dann interessant? Wen kann ich dann fragen? Oder sollte ich einfach einen Blog anfangen und noch einiger Zeit, alle befragen, die ihn kennen? Macht es Sinn, eine Umfrage auf der Website einzubauen? Kann man das auch über XING machen? Oder wo sonst noch?
    Wahrscheinlich sind meine Fragen zu weit ausufernd. Aber vielleicht sind sie ja auch einfach Inspiration für weitere Blog-Artikel? Freue mich drauf.

    • Hallo Claudia,

      eine schöne Idee, dazu noch einen weiteren Blogbeitrag zu schreiben. Ich notiere mal kurz und bündig, damit du weiterdenken kannst.

      Frage: Ich habe (noch) keinen Blog. Werde aber wohl einen starten und wüsste gern, welche Menschen sich für mein Thema (Leichte Sprache) interessieren könnten, denn das Thema ist noch eher unbekannt. D. h. ich trage dazu bei, dass es bekannter wird. Und welche Unter-Themen sind für den Leser dann interessant? Wen kann ich dann fragen?

      Wenn du eine Website hast, dann kannst du natürlich auch Websitebesucher fragen und vor allem Menschen in deiner E-Mail-Liste. Einiges ist da an Frage möglich, aber andere Dinge kann man im vorhinein nicht abfragen, da du selbst erst beim Bloggen merkst, was dich antriggert, deshalb:

      Einfach einen Blog anfangen und noch einiger Zeit befragen oder gleich von an Anfang an mitgestalten lassen, nach ca. 5 Blogartikeln, ist auch eine super Möglichkeit.

      Macht es Sinn, eine Umfrage auf der Website einzubauen? Kann man das auch über XING machen? Oder wo sonst noch?

      Je näher du dran bist, umso besser, deshalb lieber auf Social Media verzichten, sonst verwischt es die Ergebnisse.

      Hilft das?

      Viele Grüße von Sabine

  2. Hallo Sabine,
    ja, das hilft schon sehr. Vor allem das „einfach anfangen mit dem Blog“ 🙂 Danke für den Schubser!
    Und dass ich Fragen an die stelle, die näher an mir dran sind, hilft auch.
    Liebe Grüße
    Claudia

  3. Hallo Sabine!
    Ich habe als Texterin eine Website (www.a-fair-texten.de) mache mich jetzt selbständig als Potential-Coach für Menschen in besonderen Lebenssituationen. Ich möchte gerne einen Blog haben, gerade weil ich Texterin und Telefonseelsorgerin bin und ich denke, dass sich Menschen immer wieder in schwierigen oder sich ändernden Lebenssituationen (https://www.coaching-experten.eu/coach/Ilka_Meier_56) befinden. Konkret Themen habe ihn noch nicht, aber ich kann, denke ich besondere Situationen (Trennung, Tod, Arbeitslosigkeit mit Berufswechsel…) beschreiben, Tipps dazu geben, was man in der jeweiligen Situation tun kann. Da ich ganzheitlich arbeite, sind Fitness-und Ernährungs-Tipps sicher sinnvoll und auch angesagt (als Ex-Basketball-Profi ist Sport und Ernährung immer wichtig gewesen und ich bin geprägt und geschult von meiner Mutter, die heute mit 82 noch frisch aus dem Garten kocht, es schmeckt wunderbar und sie ist mir ein besonderer Lehrmeister bis heute). Ebenso möchte zur Entspannung Orgelmusik anbieten, als Download. Was denkst Du dazu?
    Mit Survey Monkey habe ich eine Umfrage gemacht, habe wenig Rückmeldungen bekommen. Bei XING konnte man früher gleichzeitig allen Kontakten eine Mail/Umfrage schicken. Das geht nicht mehr, nur bis zu zehn auf einmal. Ich habe daher auf meiner XING- Seite den Link der Umfrage reingestellt, aber da kriege ich keine Resonanz. Was kann ich da tun?

    • Hallo Ilka,

      je weiter deine Umfrage wegplatziert ist, umso weniger Resonanz. Bei dir muss die Umfrage auf deine Website (und zwar da so clever, dass auch wirklich mitgemacht wird) und in deinen Newsletter, wenn du schon einen hast. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, thematisch die passenden Personen zu finden, wenn alle Stricke reissen sollten.

      Wichtig ist vor allem, die Umfrage interessant für die Befragten zu gestalten, das erhöht die Beteiligungsquote. Das machen wir gemeinsam im Workshop am 17.11. Machst du mit?

      https://www.sabine-piarry.com/webinar-blog-umfrage-erstellen

      Viele Grüße von Sabine

  4. Hallo Sabine,

    einen „Herzlichen Dank“ möchte ich Dir aussprechen! Der Selbstlernkurs Blog-Umfragen- erstellen mit Survey Monkey hat mir viel Sucherei und Recherche erspart, die mich nur von meiner eigentlichem Vorhaben abgelenkt hätte und viel Zeit gekostet hätte.

    Danke und mit herzlichen Grüßen,

    Claudia

    • Hallo Claudia,

      ich bin wirklich überrascht, wie flott du eine professionelle Umfrage auf die Beine gestellt hast. Das ist ein schönes Zeichen, dass die Schritt-für-Schritt-Anleitung funktioniert. Danke für das Feedback.

      Viele Grüße von Sabine

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